VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
Stamm Drei Gleichen

Naß, aber oho - Pfingstlager unweit der Burg Lohra

Donnerstag, 23. Mai 1996

Erste Dreierjurte ohne fremde Hilfe: Lagergelände des Pfingstlagers

Auch in diesem Jahr fand vom 23. bis 27. Mai wieder ein Pfingstlager des VCP Thüringen statt, diesmal in der Nähe von Obergebra (Nordthüringen). Unter dem Motto "Es ist nicht alles eitel Gold, was glänzt auf der Sagenburg des Bergfrieds von Lohra" trafen sich rund 60 Pfadis und wißbegierige Pfadi-Interessenten aus Erfurt, Mannstedt, Merkers-Kieselbach, Neudietendiorf, Sollstedt, Suhl und Trusetal.

Während die einen ihre Zelte ziemlich schnell aufgebaut hatten und es dann etwas ruhiger angingen, herrschte bei anderen das totale Chaos, welches bis in die tiefe Nacht anhalten sollte. Auch in diesem Jahr meinte es Petrus besonders gut mit uns. Fast schon hektoliterweise prasselte der Regen auf uns nieder. Doch wie schon bei den ganzen Pfingstlagern zuvor, gewöhnten sich alle Teilnehmer mehr oder weniger schnell an dieses "Prachtwetter". Eine Überraschung wartete auf alle am Freitag - Aufbau einer Dreierjurte bei strömenden Regen! Zunächst erfolgte der Aufbau nur durch ein paar freiwillige Helfer, dann sollten/ mußten die anderen Pfadis ebenfalls freiwillig mithelfen. Bis spät in den Abend wurden Planen gespannt und hier und da ein wenig improvisiert. Als das Zelt endlich stand, waren alle entweder stolz oder heilfroh. Die Thüringer hatten es mit eigener Kraft geschafft, ein derartiges Großraumzelt aufzubauen! Und das ohne bautechnischne Lagerkenntnisse! Eine Meisterleistung schlechthin!
Am nächsten Tag wurde ein großangelegter Geländelauf durch die Hainleite nach Hainrode veranstaltet. Mehrere Gruppen liefen auf einem Naturlehrpfad durch die Hainleite und versuchten, die ihnen gestellten Aufgaben über Natur, Allgemeinwissen, aber auch über die Sage des Schlangenkönigs zu lösen. Dies alles war nötig, um einen sagenumwobenen Schatz finden zu können, der dann auch von allen Gruppen gefunden worden ist. Anschließend konnten sich einige Pfadis auf einem Ponyhof oder auf einem Baggersee austoben. Auf dem Rückweg zum Lager gab es kaum nennenswerte Ereignisse: ein paar Gruppen wurden von einem Unwetter überrascht und eine Gruppe hatte scheinbar leichte Orientierungsprobleme, ein Suchtrupp wurde aber dennoch nicht nötig. Letztendlich gelangten alle überglücklich und vor Nässe triefend im Lager an.
Natürlich gab es auch noch andere Höhepunkte auf dem Pfingstlager. So zum Beispiel die etwas verspätete Lagereröffnung mit dem riesigen Bankett. Da kam es leider zu einigen Tumulten, da etliche Anwesende mit dem modus operandi, der Verteilung des Essens, nicht einverstanden waren. Proteste wurden nicht beachtet, im Gegenteil, es hatte sogar den Anschein, als ob man den protestierenden Pfadis das Reden verbieten wollte. War dies etwa die Rache der Lagerleitung für das unkooperative Verhalten dieser Pfadis beim Zeltaufbau? Als nächstes wäre da die hervorragende Gespensternacht zu nennen. Einzelne Gruppen wurden auf den "Pfad des Schreckens" um die Burg Lohra geführt, bevor sie in ein düsteres Gewölbe mußten, um dort einen Schlüssel zu suchen, der wiederum nötig war, um eine Schatzkiste öffnen zu können. Ein kurzes Schauspiel über die Burg sowie das darauf folgende Treffen der gesangfreudigsten Pfadis und Pfadi-Interessenten, daß bis spät in die Nacht dauerte, krönten diesen Abend. Zuletzt wäre da noch der besinnliche Gottesdienst am Pfingstsonntag zu nennen, der bei der großen Mehrheit einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Stefan Winzer

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Baden-Powell