VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
Stamm Drei Gleichen

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Pause zum Lesen: Rainer Baranowski und Annika Johansson

Holztransport ins Pfadfinderzentrum

Löten von „Signalfindern“

Rund 20 christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder trafen sich vom 20. bis 24. Oktober im Neudietendorfer Pfadfinderzentrum Drei Gleichen um im Rahmen des Herbstlagers das Fahrtenjahr ausklingen zu lassen. Neben der Teilnahme am internationalen „Jamboree on the Internet“ ging es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Nesse-Apfelstädt, Georgenthal, der Wachsenburggemeinde, Erfurt, Sollstedt und Halle darum, bei einem erlebnisreichen Programm die letzten Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen.

So wurde der Freitag nach dem Aufbau der Zelte für Sport und Spiel in der Halle der Neudietendorfer Regelschule genutzt. Am Samstag ging es für die Größeren in den Wald um in der Ortslage Gamstädt Holz für die Lagerbauten zu schlagen. Die Jüngeren starteten mit der Teilnahme am 16. World Scout Jamboree On The Internet (JOTI), einem internationalen Pfadfindertreffen am dritten Oktoberwochenende im Internet, bei dem es sich darum dreht, so viele Pfadfinder wie möglich über virtuelle Chats zu treffen. Am Abend wurden im Rahmen einer Aufnahme mit der Ableistung des Pfadfinderversprechens Halstücher an neue Mitglieder im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder verliehen, was anschließend am Lagerfeuer mit „Tschai“ und bei Gesang gefeiert wurde.
Der Sonntag begann mit der Teilnahme am Gottesdienst in der evangelischen Johanniskirche Neudietendorf, an den sich im Anschluss die „Wiedereröffnung“ des „Kleinen Saals“ nach Renovierungsarbeiten mit Kaffee und Kuchen anschlossen. Ein Dankeschön hierfür an die Kirchgemeinden! Am Nachmittag wurden die Zelte und Lagerbauten ausgebaut und am Abend wurden mit Hilfe von Lötkolben und Platinen „Signalfinder“ nach der Bastelanleitung des „Jamboree on the Air“  konstruiert.
Am Montag wurde mit Hilfe des Holzes ein Floß gebaut und in der Apfelstädt ausprobiert während es am Dienstag bei einem Besuch des Arnstädter Schwimmbades selbst ins Wasser ging. Nach dem Aufräumen wurde das Lager schließlich am Mittwoch mit einem Abschlusskreis beendet.
Zu erwähnen bleibt noch, dass es in den fünf Tagen nur nachhaltig ökologische Lebensmittel gab, vom Obst und Gemüse des Lebensgut Cobstädt bis zu Milch und Käse vom Naturerlebnishof Hausen im Wipfratal.
Was bleibt? - Gute Erlebnisse in einer vertrauten Gemeinschaft mit dem Wunsch nach weiteren Lagern, Fahrten und Aktionen, spätestens im nächsten Jahr.

Freitag, 26. Oktober 2012

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "LAP-InteLGo Landesarbeitsmarktprogramm" des Verein Professor Herman Anders Krüger e.V. aus Neudietendorf besuchten am Freitag, dem 26.10.2012 das Pfadfinderzentrum um sich hier über die Arbeit des VCP zu informieren und sich im Rahmen Ihrer Gesundheitswoche in "Outdoorübungen" auszuprobieren. Zum Abschluss gab es frische Thüringer Bratwürste.

Hier ein Bericht der gesamten Gesundheitswoche des Vereins: „Die Gesundheitswoche ist sehr gut angekommen, in dieser Art könnte sie ruhig öfter wiederholt werden“ so das überwiegende Resümee der Teilnehmer des Landesarbeitsmarktprogramms, welche vom Krügerverein in Neudietendorf und vom FöBi-Bildungszentrum in Gotha betreut werden. Beide Träger führen seit Sommer 2010 in Kooperation das Landesarbeitsmarktprogramm aus, seit Juli 2012 unter dem Namen „LAP-InteLGo“. Neben der alltäglichen Beratungs- und Begleitungsarbeit haben sich beide Träger für den Herbst eine besondere Aktion ausgedacht: die Gesundheitswoche. Schwerpunkte der Gesundheitswoche waren Themen wie Fitness, gesunde Ernährung sowie Seminare zur Stärkung der seelischen Gesundheit. Im LAP werden auch alleinerziehende Mütter und Väter betreut. Die Gesundheitswoche wurde gezielt in den Zeitraum der Herbstferien gelegt, um so zu ermöglichen, dass Kinder betreut werden, während ihre Eltern an den Seminaren teilnehmen. Aktivitäten im Krügerpark und Basteln mit Kastanien, welche reichlich im Garten der Krügervilla zu finden waren, wurden dabei angeboten. Den Auftakt der 4-tägigen Projektwoche bildeten am 22.10. die Einführungs- und Grußworte vom Vorsitzenden des Krügervereins Herrn Müller. Frau Rupp informierte als Projektleiterin „Gesunde Kooperation“ des Paritätischen Landesverbandes Thüringen e.V. die Teilnehmer über das Projekt. Nach der Auftaktveranstaltung führte der Dozent Herr Harsch mit den Teilnehmern eine rege Diskussionsrunde zum Thema Verantwortung im Alltag und im Berufsleben. Den Abschluss des 1. Tages bildete ein Besuch in der Physiotherapie PhysioVital bei Herr Tuch im Ort. Hier konnten die Teilnehmer ihre physische Fitness testen. Das Feedback nach mehreren sportlichen Trainingseinheiten war überaus positiv. Am 2. Tag der Gesundheitswoche überraschte Imagetrainerin Frau Müller die TeilnehmerInnen mit einer Fülle an textilen Stoffen und Farben zum Thema „Sicheres Auftreten“. Vor allem die Frauen des Kurses ließen es sich nicht nehmen, eine auf sie persönlich abgestimmte Farb- und Stilberatung in Anspruch zu nehmen. So konnte jeder Teilnehmer die eine oder andere Anregung für sich mit nach Hause nehmen. Denn nur wer sich rundum wohl fühlt, tritt auch selbstsicher bei Bewerbungsgesprächen auf. Im Anschluss des Seminares wurden die Teilnehmer von den Landfrauen Frau Peter und Frau Schulz zum Thema gesundes und preiswertes Kochen und Backen begrüßt. Hier konnten die Männer und Frauen nach Herzenslust Muffins, Kartoffelpuffer und Apfelmus, Quarkbällchen und Waffeln – selbstverständlich alles frisch – zubereiten. Während der Zubereitung ergaben sich so Gespräche über das gesunde Einkaufen auch mit wenig Geld. Beim abschließenden Kaffee konnten die selbstbereiteten süßen Speisen in geselliger Runde gleich verkostet werden – zur Freude aller TeilnehmerInnen. Am Mittwoch führte zwei VertreterInnen von ceFAS aus Erfurt ein Seminar zum Thema“ Fit für das Berufsleben unter den Aspekten Selbststärkung und Emotionen“ anschaulich durch, wo es hauptsächlich um die Wirkung von Emotionen ging – etwas ganz Wichtiges auf dem Weg zu Stabilisierung. Der Freitag bildete den Abschluss der Gesundheitswoche. Bei einem Besuch des ortsansässigen HKPflegedienstes gab Herr Knop den Teilnehmern einen Einblick über seine tägliche Arbeit. Das Thema: „Gibt es Alternativen zur drohenden Vereinsamung im Alter?“ löste eine rege Diskussionsrunde unter den Teilnehmern aus. Bei einer gemütlichen Kaffeerunde wurde anschließend fleißig Spiele ausprobiert, welche extra in vergrößerter und seniorengerechter Form angeboten werden. Im Pfadfinderzentrum Neudietendorf bekamen die Männer und Frauen Einblick über die Arbeit der Pfadfinder. Das daran anschließende Übungsprogramm auf dem Außengelände forderte von allen Teilnehmern noch einmal volle Konzentration, Geschicklichkeit und Koordination. Nach diesem Hindernis-Parcours gab es gesunde Spezialitäten der Fleischerei Herbst aus dem Ort. So gestärkt erfolgte durch die Teilnehmer eine schriftliche Beurteilung der Gesundheitswoche, welche in durchaus positiven Bewertungen ihren erfolgreichen Ausklang fand.

Montag, 17. Dezember 2012

Übergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem durch Stefanie …

… und Michael Pollner …

… in der St. Bonifatiuskirche Leinefelde

Das Friedenslicht, welches am 27. November durch den 11jährigen Palästinenser Khader Ballut entzündet wurde, hat am 3. Advent auch den Freistaat Thüringen erreicht. In Wien wurde die Flamme im Rahmen einer internationalen Aussendefeier durch das Friedenslichtkind Christina Mader und den Österreichischen Rundfunk, auf den der neuerliche Weihnachtsbrauch zurückgeht, an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der ganzen Welt übergeben. Stefanie und Michael Pollner aus Weimar, die Teil der deutschen Friedenslichtdelegation mit über 160 Pfadfinderinnen und Pfadfindern von DPSG, VCP, BdP und VDAPG waren, brachten das Licht wohlbehütet nach Leinefelde-Worbis.  In der diesjährigen Thüringer Patenstadt wurde es im Rahmen eines Jugendgottesdienstes in der St. Bonifatiuskirche begrüßt.

Zahlreiche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sowie des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder nahmen es hier zusammen mit Gästen aus der ganzen Stadt in Empfang. Der Diözesankurat Pfarrer Markus Könen hob bei der Übergabe besonders die Symbolkraft des Lichtes hervor, welches durch das gemeinsame Teilen – egal wie groß oder klein die dazugehörige Laterne auch ist – Frieden stiften kann. Damit unterstrich er das Motto der diesjährigen Friedenslichtaktion „Mit Frieden gewinnen Alle“.
Am Donnerstag, dem 20. Dezember werden die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht in der Staatskanzlei an Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht übergeben.
Die Thüringenweite Verteilung findet schließlich traditionell einen Tag vor Heiligabend am 23. Dezember statt. Die Thüringer Aussendefeier unter Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Birgit Diezel beginnt um 9 Uhr im Rathaus von Leinefelde. Von hier aus bringen über 100 Helferinnen und Helfer, darunter Pfadfindergruppen der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, des Rings Evangelischer Gemeindepfadfinder, des Pfadfinderbund Weltenbummlers, des Pfadfinderbund Boreas, der Wesley Scouts, des Deutschen Pfadfinderbundes oder der Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend sowie Kirchengruppen und Gruppen der Thüringer Jugendfeuerwehr das Licht an 254 Bahnstationen des Freistaates.
Damit dies möglich ist, werden sie dabei von den Thüringer Bahngesellschaften, der  Deutsche Bahn AG - Regio Thüringen, der Erfurter Bahn, der Süd-Thüringen-Bahn, der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn und der Vogtlandbahn mit Freifahrkarten unterstützt.
In vielen Städten und Gemeinden wird das Friedenslicht nach der Übergabe am Tag vor Heiligabend feierlich in Empfang genommen. Sei es durch den Oberbürgermeister Andreas Bausewein in Erfurt, im Rahmen des Lichterfestes in Pößneck oder durch ein Aufgebot der Jugendfeuerwehr in Nordhausen. Aber auch kleine Gruppen oder einzelne Familien nehmen das Licht entlang der Bahnhaltepunkte in Empfang um es weiterzutragen und im Herzen zu teilen. Schließlich gewinnen mit Frieden Alle, egal wie groß oder klein die dazugehörige Laterne ist.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Michael Kruspe, Marcel Hoyer und Christina Tasch begrüßen die Helfer des Initiativkreises in der Aussendefeier im Rathaus von Leinefelde-Worbis

Weitergabe des Friedenslichtes an den Bahnstationen des Freistaates Thüringen durch Christian Eichner, …

… und Christoph Schneider.

Friedenslicht aus Bethlehem erstrahlt in ganz Thüringen.

Als Michael und Stefanie Pollner am dritten Adventswochenende nach Wien fuhren, um hier ihre Kerze an einer kleinen Flamme zu entzünden, war dies eine von vielen, die an diesem Tag von Österreich an Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus der ganzen Welt in über 30 Länder von Rußland bis in die Vereinigten Staaten weitergegeben wurde. Es war aber genau diese eine Kerze, welche dafür sorgte, dass das daran entzündete Friedenslicht aus Bethlehem bis zum Heiligen Abend in ganz Thüringen verbreitet werden konnte.

Hierfür brachten es die beiden Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) sicher aufbewahrt nach Leinefelde-Worbis, wo es im Rahmen eines Jugendgottesdienstes von Diözesankurat Pfarrer Markus Könen und der Gemeinde am Abend des 16.12.2012 in der St. Bonifatiuskirche empfangen wurde. Am 20.12.2012 übergab eine gemeinsame Delegation der Ringpfadfinderverbände Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)  das Friedenslicht an die Europaministerin Marion Walsmann, die es für die Thüringer Staatskanzlei entgegennahm. Der eigentliche Höhepunkt fand schließlich traditionell einen Tag vor Heiligabend am 23.12.2012 statt. Ausgehend vom Rathaus in Leinefelde-Worbis wurde die Flamme unter der Schirmherrschaft der Thüringer Landtagspräsidentin Birgit Diezel an 254 Bahnstationen in Thüringen verteilt. Marcel Hoyer, der die Gäste des Initiativkreieses Friedenslicht für Thüringen gemeinsam mit dem Leinefelder Ortsteilbürgermeister Siegfried Klapprott und der Landtagsabgeordneten Christina Tasch begrüßen konnte, wies in der Aussendefeier auf die vielen kleinen und großen Traditionen hin, die sich über die Jahre in den einzelnen Orten Thüringens entlang der Bahnstrecken entwickelt haben. Und so zahlreich wie die Bahnstationen, waren schließlich auch die Ereignisse an den Haltepunkten, an denen das Friedenslicht in Empfang genommen werden konnte. Sei es das Lichterfest in Pößneck, der Adventskalender in Gera, das Aufgebot der Jugendfeuerwehr in Nordhausen, eine ökumenische Andacht in Weimar oder der Empfang durch den Oberbürgermeister Andreas Bausewein in Erfurt, allerorts wurde die Flamme würdig empfangen und weitergegeben. Ohne die Unterstützung der Thüringer Bahngesellschaften Deutsche Bahn AG - Regio Thüringen, Erfurter Bahn, Süd-Thüringen-Bahn, Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn und Vogtlandbahn, den Einsatz der über 100 Helferinnen und Helfer der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg - Diözesanverband Erfurt, des Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder - Land Mitteldeutschland, dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder - Landesverband Thüringen, dem Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder - Stamm Legefeld, dem Pfadfinderbund Weltenbummler - Landesverband Thüringen, dem Pfadfinderbund Boreas, den WesleyScouts, den Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Adventjugend in Thüringen, dem Deutschen Pfadfinderbund - Jungenschaft und Hag Hohenstaufen Altenburg, Thüringer Jugendfeuerwehr sowie der Evangelischen Jugend wäre diese Aktion so nicht möglich gewesen. Ein großes Dankeschön gilt auch den Thüringer Medien, die durch ihre Berichterstattung und der Veröffentlichung der Ankunftszeiten zur Verbreitung des neuen Weihnachtsbrauches wesentlich beigetragen haben. Denn nur so konnte das Friedenslicht zusammen mit der Botschaft – Mit Frieden gewinnen Alle – zum Weihnachtsfest 2012 in ganz Thüringen erstrahlen.

Impressionen, Presseberichte etc. vom Friedenslicht 2012 auf der Facebook-Veranstaltungsseite

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"Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen als Ihr sie vorgefunden habt."
Baden-Powell