VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
Stamm Drei Gleichen

Überleben ums Verrecken

Autor: Rüdiger Nehberg
Art: Survival – Handbuch

In seinem Buch „Überleben ums Verrecken“ präsentiert „Sir Vival“ (Rüdiger Nehberg) persönlich, sein komplettes Wissen über die Kunst des Überlebens. Er zeigt auf knapp 500 Seiten faszinierende Überlebenstricks aus der Praxis, welche beweisen, dass das Leben in der freien Natur kalkulierbar und zu meistern ist. Mit teilweise tiefschwarzem Humor berichtet Deutschlands wohl bekanntester Survival- Experte nicht nur über Autogenes Training, Ausrüstung, Reisearten, Tarnung, Fischen, Schlachten, Orientierung und vieles mehr. Sondern auch über sozial kritische Themen, wie Zivilcourage, Vergewaltigung und Menschenrechte.
Bemerkung: Das Buch ist sowohl interessant, als auch sehr kurzweilig geschrieben und für einen Pfadfinder, meiner Meinung nach eigentlich Pflichtlektüre, wie der Knöterich (Handbuch des VCP). Das geballte Wissen, welches Nehberg versucht zu vermitteln ist durch zahlreiche Skizzen und Fotos (etwa 200) leicht verständlich. Die einzigen negativ Punkte, die das Buch hat, sind für mich der Preis von 22.90 € und der komplett fehlende medizinische Teil, welchen Nehberg in einem extra Buch (Medizin Survival) verfasst hat. Dennoch ist das Survival- Handbuch sehr lesenswert, trotz des Preises.

Philipp Kleinsim

Die Bande der Ayacks

"Das Verlorene Land! Ihr werdet ein wenig Mühe haben, es auf der Landkarte zu finden, denn es ist ein wenig überall, ohne irgendwo zu sein. Man entdeckt es erst, wenn man es auskundschaftet. Äußerlich unterscheidet es sich nicht von den anderen Landschaften: es ist kaum die Einsamkeit seiner Wege, die Dichte seiner Vegitation, seine Unabhängigkeit von der gewöhnlichen Geschäftigkeit der Menschen, die es unterscheiden."

Diese großen Worte sind aus der einleitung dieser Geschichte von Jean - Louise Foncine. Ich habe diesen Auszug gewählt, damit Du einen ersten Eindruck in den Rahmen dieses etwas ungewöhnlichen Romanes bekommst. Außergewöhnlich ist, so finde ich, daß dieses Pfadfinderbuch, das im übrigen im Spurbuchverlag erschienen ist, eigentlich nicht viel mit Scouts zu tun hat. Erst 40 Seiten vor Schluß fällt zum ersten mal das Wort "Pfadfinder". Trotzdem ist dies ein spannendes Buch mit viel politischem Hintergrund. Ein Buch voll beißender Aktualität.
Zum Inhalt: Die Geschichte spielt in Malajac, einer verträumten kleinen Stadt in Frankreich. Diese Stadt befindet sich im Verlorenen Land. Um diesen Begriff "Das verlorene Land" richtig zu verstehen, muß man warscheinlich das gesamte buch selbst lesen. Du mußt allerdings erst einmal mit der Kurzbeschreibung vom Anfang auskommen. In dieser Stadt passieren ungewöhnliche Dinge. Am Anfang macht man sich keine Gedanken, als hier und da mal etwas geklaut oder sabotiert wurde. Aber irgendwann eskaliert die Situation. Zum ersten Mal geschah das, als es auf dem Marktplatz zu einer Gemüseschlacht zwischen den Marktbesuchern und den Schülern des nahegelegenen Internats kam. Die Internatsschule war im Ort nicht sehr beliebt, denn die Lehrer und auch die Schüler waren ziemlich arrogant. Die Schlacht begann damit, daß eine Tomate auf den Lehrer geworfen wurde. Später versuchte man die Schuldigen ausfindig zu machen. Dies gelang auch. Es waren Kinder angesehener Eltern, die aus Dachlucken die Tomaten warfen. Die Eltern versuchten, den Grund dieser Tat aus ihnen herauszuprügeln, aber es gelang nicht. Die Jungen schwiegen, denn sie gehörten zur Bande der Ayacks. Zur Bande der Ayacks gehören etwa 60 Kinder und Jugendliche aus Malajac. Sie versuchen mit solchen terroristischen Anschlägen der Bevölkerung Angst zu machen. Damit wollen sie später ihre Forderung nach mehr Mitspracherecht durchsetzen. Es folgen eine Reihe von skurrilen Anschlägen. Aber irgendwann kommt die Bourgeosie dahinter. Ob und wie sie es schaffen und welche Rolle die Pfadfinder dabei spielen, verrate ich Dir nicht, denn sonst brauchst Du das Buch ja nicht mehr zu lesen!

Thomas Macheleid

Das Zelt war leer

Schriftsteller: Karlhermann Bergner
Kategorie: Schmugglergeschichte/Roman
Herausgeber: Deutscher Spurbachverlag

Inhalt: Es geht in dem Buch um zwei verschiedene Pfadfindergruppen, die sich im Nachkriegsdeutschland neu gegründet hatten. Eine der beiden Gruppen, die "Waldläufer" hat eine unheimliche und gefährliche Entdeckung gemacht. Aber, da sie im Dorf nicht sehr beliebt waren, glaubt ihnen der Bürgermeister nicht, als sie ihm die Geschichte erzählen. Eines Abends kommt "Pudel" und teilt seinem Gruppenführer aufgeregt mit, gerade dort oben, an diesem geheimnisvollen Ort, habe eben eine Pfadfindersippe ihr Zelt für die Nacht aufgebaut. Die "Waldläufer" wollen ihre fremden Kameraden warnen, aber als sie zum Zelt kommen, ist es leer. man entscheidet sich daraufhin, selbst etwas zu unternehmen, da ihnen sowieso keiner im dorf glaubt. Daß sie sich dabei selbst in große Gefahr begeben, ist ihnen egal, denn für sie zählt nur die Kameradschaft. Nach einer Weile müssen sie entsetzt feststellen, daß die andere Pfadfindergruppe von russischen Waffenschmugglern entführt wurde. Diese hatten die Pfadfindergruppe bemerkt und hielten die Kinder nun als Geiseln fest. Die Verbrecher verstecken sich in einer alten ausgedienten Waffenfabrick. Einer der Jungen entkommt den Russen. Er versucht daraufhin die Polizei zu benachrichtigen. Dies gelingt ihm aber erst nach einem mehrstündigen 15 km - langen Fußmarsch in die nächste Stadt. Bis dahin war schon viel passiert. Ob es die Polizei noch geschafft hat und ob alle gerettet wurden mußt Du schon selbst herausfinden. Aber eins verrate ich Dir noch. Es wird ein ungewöhnliches Ende geben. Aber laß Dich überraschen!
Bemerkungen: Das Buch ist kurzweilig und man bekommt Lust auf mehr. Die Handlung ist teilweise etwas unrealistisch und undurchsichtig, aber trotzdem hat das Buch einen sehr hohen Unterhaltungswert. Der unerwartete Schluß hat mich sehr erstaunt und positiv überrascht, denn das zeigt, daß es nicht immer ein Happy End geben kann. Das Alter der Leser sollte zwischen 8 und 15 Jahren liegen.

Thomas Macheleid

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Zitate

"Der gespannte bogen ist eines der sinnbilder, die wir immer zur hand haben sollten. er ist verhaltenheit, ungestillte sehnsucht, dauernder wunsch. das holz möchte, solange es ein bogen ist, gerade sein, und kann nie. daraus kommt die kraft, immer wieder pfeile absenden zu können."
Eberhard Koebel (tusk) in Der gespannte Bogen : Eine Flugschrift zur deutschen Jungenschaft, 1931